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Geschichte der Firma Holighaus – Von der Küferei zum Küchenhersteller

Julius Holighaus (1850 -1916) gründete in Eiershausen zuerst eine Nagelschmiede und fand später Gefallen am Böttcherhandwerk. So fertigte er Fässer, Waschbütten und Stoßbutterfässer. Diese fanden einen guten Absatz im Dillkreis und im Raum Biedenkopf.

Ein Bottich der Firma Holghaus aus Eschenburg-Eibelshausen

Eine Bottich-Waschmaschine

1894 wurde die erste Dampmaschine angeschafft, die eine Abfräse betrieb. Da der Sägelärm mitten im Dorf den Schulunterricht störte, wurde nach einem Grundstück außerhalb des Dorfes gesucht. Mit dem neuen Sägewerk im Heerfeld konnte dort 1916 die Arbeit begonnen werden.Und eine neue Dampfmaschine trieb ein Vollgatter an.

Produktion der Bottiche in der Firma Holighaus

Produktion der Bottiche

 

1920 wurde auch ein Neubau für eine Küferei errichtet. Das war auch die Zeit, als die „Holz- Waschmaschinenbottiche“ produziert wurden. Diese wurden als Rohlinge an eine Waschmaschinenfabrik in Wetsfalen verkauft. Bis zum Beginn des 2.Weltkrieges 1939 wurden monatlich 3.500 dieser Waschmaschinenbottiche hergestellt.

Die neue Küferei der Firma Holighaus

In Eiershausens Dorfmitte war der Ursprung der Firma Julius Holighaus

Transport der Baumstämme für die Firma Holighaus in Eschenburg-Eibelshausen.

Baumstämme für die Produktion werden angeliefert. Hier Rast für den Fotografen vor der Schule

 

1894 wurde die erste Dampfmaschine angeschafft, die eine Abfräse betrieb. Da der Sägelärm mitten im Dorf den Schulunterricht störte, wurde ein Grundstück außerhalb des Dorfes gesucht. Mit dem neuen Sägewerk im Heerfeld konnte 1916 die Arbeit begonnen werden.

Ein Luftbild, dass die Firma Holighaus in Schenburg-Eibelshausen zeigt.

Ein Luftbild, das die Firma Holighaus im Heerfeld  zeigt.

 

Eine neue Dampfmaschine trieb ein Vollgatter an. In diesem Jahr starb auch der Firmengründer Julius Holighaus, seine drei Söhne führten und erweiterten den Betrieb in den Folgejahren.

Nach 1945 wurden in eigener Produktion komplette Modelle von diesen Maschinen gefertigt.Ferner gelang der Übergang zu Metallwaschmaschinen. Aber das Modell HEIDI (Holighaus, Eiershausen, Dillkreis) hatte gegenüber dem Vollautomat Constructa 1953 keine Chance.

Die Elektrowaschmaschine „HEIDI“

Alfred Holighaus auf einer Messe (1955).

Mit neuen Ideen vom Spülsteinschrank, zu Unter- und Oberschränken wurde der Weg zum Küchenhersteller beschritten. Jahrzehntelang wurden HOLIGHAUS-Küchen vom WK-Möbelverband vertrieben. Die Geschäfte florierten bis Ende der 80er Jahre, als ein Einbruch die Möbelindustrie in die Knie zwang.

Die Küchenhersteller schlossen sich zu Einkaufsverbänden zusammen. Gelistet wurden nur die Hersteller, die von Hamburg bis München liefern konnten. Das war für die kleine Firma logistisch nicht machbar. Der Umsatz ging stark zurück und am Ende stand er Zusammenbruch vieler Firmen: außer Holighaus im Dillkreis noch Format, Koopmann, Möbel Franz und der Zulieferer Valentin in Bicken.1992 musste der Küchenhersteller Holighaus den Konkurs anmelden.

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