Interesse für Vortrag über “Englische Teekultur”

Irene Krüger musste bei ihrer Einführung über die  “Englische Teekultur” etwas ausholen: Den ersten Tee aus China importierten die Holländer 1610 nach Amsterdam. Von dort erfuhr er schnelle Verbreitung nach Deutschland und Frankreich. In der Mitte jenes Jahrhunderts erreichte zum ersten Mal grüner Tee England durch die Ostindische Companie. Warum der Tee die Engländer begeisterte ist bis heute nicht geklärt. Mit Sicherheit hat Katharina von Braganza, Gemahlin Charles II., ihren Teil zur Einführung der Teekultur beigetragen, sie brachte nämlich eine Kiste Tee als Mitgift aus Portugal mit.  Der königliche Hof erlag dem Charme des Tees. Wie kam es zum “Five ò clock tea” ? Anna, Herzogin von Bedford bekam 1840 auf ihrem Sommerlandsitz nachmittags einen kleinen Schwächeanfall. Sie zog sich in ihre Gemächer zurück und verlangte etwas zu essen.Danach ging es ihr wieder besser. Zu diesen Zeiten überging man das Mittagsmahl außer einem kleinen luncheon, so dass  nachmittags ein Hungergefühl eintrat. Anna behielt diese Angewohnheit der nachmittäglichen Stärkung bei und nach ihrer Rückkehr nach London – sie war eine Zofe von Königin Victoria – verbreitete sich dieser Brauch , zwischen 16 und 17 Uhr Tee zu trinken und dabei Süßes und auch Deftiges zu sich zu nehmen. Diese Köstlichkeiten servierte man auf einem Beistelltisch.. Und noch etwas änderte sich : Damals trank man den Tee aus becherartigen Gefäßen. Die Porzellanmanufakturen schufen edle Tassen mit Henkel. Damit dieses feine Porzellan beim Eingießen des sehr heißen Tees nicht zerplatzte, goß man zuerst Sahne oder Milch hinein. Eine neue Gewohnheit war entstanden. Zum Abschluss dieses Vortrages wurde natürlich “five ò clock tea” und short breads serviert. In kurzer Zeit verwandelte sich das Museum in einen “tea-room”.

Weitere Informationen über die englische und andere Teekulturen sind in der Ausstellung noch an den beiden kommenden Sonntagen ( 21.6. und 28.6. zwischen 14 und 18 Uhr ) zu erfahren.

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Auch Lisanne, Ronja, Enya und Waltraud Leukel lauschten dem Vortrag.

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Irene Krüger informiert über britische Teekultur

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Short breads werden serviert